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Neuigkeiten | Die WOHNKLAMOTTE Konferenz 2018

WOHNKLAMOTTE, November 2018

Vernetzen. Lernen. Teilen – 150 Branchenexperten diskutieren über die Digitalisierung der Möbelbranche

Hamburg, den 1. November 2018 – Unter dem Motto „Gemeinsam wachsen“ fand am 30. Oktober 2018 die zweite WOHNKLAMOTTE Konferenz statt. Rund 150 Branchenexperten von Möbelmarken und Online-Shops wie Vitra, Ply und smow diskutierten mit Medienmarken wie Couch und SisterMAG und Influencern wie Sweet Living Interior über die Chancen der Möbel-Branche im digitalen Zeitalter.

Laut Handelsberatung BBE und der IFH Köln sei dies unabdingbar, da sich der stationäre Möbelhandel mit einem Umsatzrückgang von 2,1 Prozent in einer strukturellen Krise1 befinde, die anhalten würde, wenn die Macher nicht den Sprung ins Digitale schaffen. Ziel sei es „das Einkaufserlebnis im Online-Handel durch Empfehlungsmarketing und Inspirationen noch persönlicher und kundenfreundlicher zu machen, wie es bisher nur mit großen Verkaufsflächen und haptischen Wohnwelten im stationären Handel möglich war“, so Maximilian Pohlmann, CMO WOHNKLAMOTTE. Der Online Möbelhandel ist ein wachsender Markt, denn auch Chefredakteurin Josephine Seide-Leuteritz betonte: „Die Macht geht vom Kunden aus. Entscheidend für den Erfolg im Online-Handel sind Content Marketing und Story Telling“. Wie dies funktionieren kann, wurde in Form von Vorträgen, Talks, Podiumsdiskussionen und Workshops gezeigt.

Augmented Reality erweitert das Möbelgeschäft

In einem tun sich Möbel-Händler vor allem schwer, obwohl der Kunde danach verlangt: ein gelungener Multi-Channel-Ansatz. Oft hapere es am sogenannten „No-Line-Prinzip“, wie David Einsiedler, Geschäftsführer von PLYstore, betont: „Der Kunde möchte überall und jederzeit die gewünschten (Produkt-) Informationen erhalten und Produkte kaufen können – unabhängig davon, wo er sich gerade befindet.“

Der Betreiber eines autorisierten Online-Shops für Designer-Möbel von Vitra hat einen Weg gefunden, wie Kunden sich den Weg ins Geschäft sparen und gleichzeitig die Retourenquote verringert wird. Seine Kunden können sich Möbel online konfigurieren und mittels Augmented Reality App virtuell in ihren Wohnzimmern platzieren. Sein Zukunftsszenario für die Möbelwelt: Der Kunde kann sich den Fachberater digital dazu schalten und interaktiv beraten lassen.

 

„Durchkommen wird zur Herausforderung und Aufmerksamkeit zur Währung“,

so Svenja Teichmann, Geschäftsführerin crowdmedia, in ihrem Vortrag über die Chancen von Content Marketing. Beim Thema Influencer- und Content Marketing zeigt sich der Bedarf an versiertem Personal. So brachte Christopher Bärhold (Head of Digital bei Vitra) in einer Podiumsdiskussion zur Sprache, dass teilweise Schülerpraktikanten neue Kanäle wie Snapchat und die damit verbundenen Potenziale besser verstehen könnten, als der alteingesessene Marketing Manager. Zum Thema Influencer Marketing ergänzte Hendrik Martens (stellv. Vorstandsvorsitzender Bundesverband Influencer Marketing e.V.): „Die Hoheit der Markendarstellung abzugeben, fällt den Möblern einfach schwer.“

Glaubwürdigkeit über Dritte aufbauen

Dabei sei dies gerade im Living-Bereich der Weg der Wahl, wie Antonia Sutter, Mitgründerin von sisterMAG betonte. Ihre Empfehlung: Passion beats Profession – Möbelhersteller und Marken sollten sich ein Netzwerk an „Leidenschaftlern“ bestehend aus Influencer Bloggern und Experten aufbauen, die kuratierte Inhalte erstellen und diese über die eigene Reichweite verbreiten. Dabei dürfe der Kunde laut Susanne Heßlenberg, Interior-, Travel- und Lifestyle- Bloggerin von Sweet Living Interior, nicht unterschätzen, wie hoch der Aufwand für eine Produktion wirklich sei – bloggen ist kein 9 to 5 Job, sondern beinhaltet Content-Produktion rund um die Uhr.

Einen anderen Blickwinkel auf das Thema Influencer Marketing bot Rechtsanwalt Dr. Lukas Mezger von UNVERZAGT VON HAVE Rechtsanwälte. Er beleuchtete das viel diskutierte Thema der Kennzeichnungspflicht auf Social Media-Kanälen und den richtigen Umgang mit der Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Nicht nur Markenvertreter bewegten sich hier auf dünnem Eis: Sein Vortrag bot vor allem für die anwesenden Influencer hilfreiche Antworten und Einblicke in den rechtlichen Hintergrund. Vor allem der Satz „Werbung muss für den Verbraucher als Werbung erkennbar sein,“ löste aufgrund des großen Interpretationsspielraums eine angeregte Diskussion unter den Zuhörern aus.

Für Abwechslung zwischen den Vorträgen sorgten DIY Sessions von idee.der creativmarkt und STAEDTLER sowie ausgestellte Wohnwelten, in denen sich die Teilnehmer neue Interior-Trends hautnah anschauen und sich kreativ ausleben konnten.

 

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