Neuigkeiten | Agiles Arbeiten beim shopping24 commerce network

shopping24 GmbH, Februar 2019

Agiles Arbeiten beim shopping24 commerce network – Produktivität und Kreativität im Einklang

 

Flexibilität, Anpassung und iteratives Handeln stehen im Fokus von agilen Arbeitsmethoden. Sie sollen Produktivität und Kreativität steigern und dazu beitragen, Produkte fokussiert weiterzuentwickeln. Kein Wunder also, dass Buzzwords wie Scrum, Kanban oder Objectives and Key Results derzeit in aller Munde sind. Wie agile Arbeitsmethoden bei uns, dem shopping24 commerce network funktionieren, erklärt Agile Coach Katrin Gietemann.

Seit 2017 ist Katrin Agile Coach und für den Bereich Organisationsentwicklung zuständig. Als zertifizierter systematischer Coach begleitet sie die Teams beispielsweise in der Durchführung von Retrospektiven. Diese dienen dazu die letzten Wochen Revue passieren zu lassen und aus der Vergangenheit zu lernen. Mithilfe verschiedener Methoden wird bewertet, was optimiert werden kann und welche Maßnahmen sich daraus ableiten lassen. Die offene Kommunikation in den Retrospektiven wird auch durch Regeln wie dem “Las Vegas Prinzip” erleichtert. Alles was in dem Termin besprochen wird, bleibt im Raum und wird weder durch die Teammitglieder noch durch den Agile Coach nach außen getragen. Dadurch wird offen über Erfolge und Herausforderungen gesprochen und Missverständnisse aus der Welt geschaffen.

 

Geschäftsführer Dennis Kallerhoff während einer Präsentation

 

 

OKR: Objectives and Key Results

Das Framework mit dem wir arbeiten nennt sich OKR-Modell. Hiermit werden die strategischen Ziele des Unternehmens transparent dargestellt. Scrum dient den Produktteams dazu, die einzelnen Projekte ergebnisorientiert zu erarbeiten. Die OKR (Objectives and Key Results) dienen dabei als Management Rahmen. Objectives stellen die übergeordneten, ambitionierten Ziele dar und bei den Key Results handelt es sich um die konkreten, messbaren Maßnahmen, die zum Erreichen der Objectives beitragen sollen.

Die OKRs werden bei uns quartalsweise von der Geschäftsführung und dem Management Board formuliert und sichtbar für alle sowohl digital als auch analog festgehalten. Sie geben die Vision vor und werden mit ambitionierten oder sogar unrealistischen Zielen festgelegt. Dadurch soll das Team animiert werden kreativ zu denken und neue Wege einzuschlagen, um die Ziele zu erreichen. Die Key Results hingegen werden von den Produktteams selbst definiert. Product Owner (PO) sowie Tech Owner (TO) sorgen dafür, dass sich die Teams auch untereinander austauschen und Synergien nutzen. Durch wöchentliche Meetings werden mögliche Schnittstellen besprochen und an die Teams kommuniziert.

 

Das Arbeiten in “Sprints”

Mithilfe von sogenannten Sprints werden die Projekte der einzelnen Teams geplant. In der Regel dauern Sprints zwischen einer und drei Wochen, wobei am Anfang eines Sprints immer eine Planung vorausgeht. Gemeinsam im Team werden Aufgaben eingeplant die wiederum auf die Key Results einzahlen. Um realistisch planen zu können, werden auch Pufferzeiten, sogenannte “Sidequests” berücksichtigt und in die Planung integriert. Am Ende eines Sprints folgt eine Retrospektive, die dazu dient die erarbeiteten Ergebnisse gemeinsam zu bewerten. Als Agile Coach leitet Katrin als neutrale Person die Retrospektiven und bestimmt eine Agenda. Angefangen wird mit einem kurzen Rückblick auf die vergangenen Wochen, gefolgt von einer Einführungsrunde, die die Stimmung im Team aufzeigt. Anschließend werden die Ergebnisse vom Team bewertet und konkrete Änderungsvorschläge geäußert. Mithilfe von verschiedenen Arbeitsweisen wie beispielsweise eine Bewertung mit Schulnoten, eine Bewertung in Form eines Tweets oder eine Auflistung von Punkten auf farbigen Karten, schafft Katrin es das Feedback spielerisch einzufangen. In jeder Retrospektive werden konkrete Vereinbarungen getroffen, die den Produktteams dazu verhelfen sollen den nächsten Sprint noch effektiver zu gestalten.

 

Agiles Arbeiten bei shopping24

 

Was hat sich durch die agilen Arbeitsmethoden bei shopping24 geändert?

„Seit der Einführung der agilen Arbeitsmethoden ist die Stimmung insgesamt noch besser geworden, als sie ohnehin schon war. Die OKRs haben dem gesamten Unternehmen eine übergeordnete Vision gegeben, auf die alle Teams gemeinsam hinarbeiten. Die Einführung der Sprints und Retrospektiven hat außerdem zu mehr Schnelligkeit, Transparenz und Flexibilität geführt. Gleichzeitig entwickeln wir uns weiter, lernen und übernehmen Verantwortung.“ Sie ergänzt: „Die Geschäftsführung setzt die Leitplanken, aber jeder kann sich darin frei bewegen und aktiv den Unternehmenserfolg mitgestalten.“ Katrins persönlicher Rat lautet: „Lasst Euch nicht davon abschrecken, wenn ein Framework nicht zu hundert Prozent zu euch passt. Probiert aus, lernt, verändert und macht somit eine bestimmte Methode zu Eurer.“